Bilder aus 50 Jahren Stiftungsgeschichte

50 Jahre Medienbildung in Köln und Bonn

Geschichte der Stiftung Jugend und Medien

1976Alles begann in schwarz und weiß, in Hemd, Pollunder und Schlaghose. Die Stadtsparkasse Köln (heute: Sparkasse KölnBonn) gründet 1976 zum 150. Jubiläum die Stiftung Jugend und Wirtschaft und startet die Jugend-Computerschule. Schon damals titeln Zeitungen: „Läuft die Schule Gefahr ein Stück Wirklichkeit zu verpassen?“ Junge Menschen sollen der rasanten Entwicklung von Heimcomputern und Medienberufen nicht allein und orientierungslos gegenüberstehen. Deshalb begleiten pädagogisch durchdachte Kurse die Kids mit modernster Technik in die neue Zeit.

computerbus1985 fährt ein Computermobil direkt auf die Kölner Schulhöfe, steuert auch Vereine und Jugendgruppen an, die wenig später Multimedia-Notebooks ausleihen können. Im Bus und in den Klassenzimmern laufen die Rechner auf Hochtouren. Neben Computersprache, Hard- und Software liegt der Fokus auf selbstständiger Programmanwendung. Nach zehn Jahren Jugendcomputerschule haben rund 65.000 Jugendliche etwa 4000 Kurse besucht. Die Nachfrage steigt und die Stiftung bleibt am Puls der Zeit von sich wandelnden Jugendkulturen und neuen Technik-Trends.

laptopinschulenDas Angebot der Stiftung wächst so rasant wie der digitale Alltag. Seit 1996 laufen Projekte und Ferien-Workshops im Kölner Mediapark, ab 2006 finden auch in Bonn Veranstaltungen statt. Längst erlernen Jugendliche nicht mehr nur Basics, sondern erkunden neueste Trends. Auf der Welle des berüchtigten Internets surfen sie schon in den Neunzigern, gestalten eigene Webseiten im kreativen Flow, von Beginn an im safer-space spielerischer Begleitung. Die Anwendung der bereitgestellten Technik wird dabei fast zur praktischen Nebensache, vielmehr geht es darum Medien selbst zu gestalten, Zusammenhänge zu erkennen, kritisch zu hinterfragen und eigene Erfahrungen zu sammeln – das sind die Grundlagen für den souveränen Umgang mit der digitalen Welt.

vr brilleHeute sind Kurse mit VR-Brille ebenso Standard wie 3D-Druck, KI und Smartphone-Knowhow. Die Zielgruppe verjüngt sich, inzwischen entdecken schon Achtjährige Programmierwelten, erstellen eigene Hörspiele, Trickfilme oder Musikvideos, in Kursen oder bei Mediengeburtstagen. Gleichzeitig unterstützt die Stiftung auch Erwachsene: Eltern, pädagogische Fachkräfte und ehrenamtlich Engagierte bilden sich in Fortbildungsnachmittagen, Webtalks und individuellen Projekten weiter, finden dort wertvolle Impulse und Anregungen für die eigene Arbeit.

kickenlesenDoch die Stiftung sitzt nicht im Elfenbeinturm, sondern knüpft mit wachem Blick und ausgestreckter Hand Kooperationen mit Museen, Filmhochschulen, sozialen Einrichtungen und regionalen Institutionen.  Jugendliche probieren sich in Medienberufen aus, lernen Bild-, Ton- und Textprogramme und diskutieren in Schulprojekten die Risiken von Big Data, sozialen Netzwerken und KI. Manchmal führt der Weg vom Computer auch raus auf den grünen Rasen. Zusammen mit dem 1. FC Köln e.V. setzt die Stiftung inzwischen die Projekte „kicken&lesen – Leseförderung für Jungen“ und „Futbalo Girls – Gleichberechtigung für Mädchen“ um. Hier verbindet sie Teamgeist, Persönlichkeitsentwicklung, Bewegung, mit Sprach- und Medienförderung.  

musikvideo50 Jahre nach ihrer Gründung hat sich in Sachen Schlaghose und Föhnfrisur einiges verändert, ihrem ursprünglichen Gedanken bleibt die Stiftung jedoch treu: junge Menschen auf ihrem Weg in die Zukunft begleiten. Die Technik entwickelt sich – vom Heimcomputer über das Internet bis hin zur Künstlichen Intelligenz. Der Anspruch bleibt: Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, die Welt von morgen selbstbewusst, kritisch und kreativ mitzugestalten.

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